Fairer Handel muss glaubwürdig sein.

4. Oktober 2013 von Kai Brandebusemeyer

Ibbenbüren. Die Jusos Ibbenbüren haben sich am vergangenen Montag mit dem Ibbenbürener Eine-Welt-Laden getroffen um die Chancen und Risiken des “Fairtrade”-Siegels für Ibbenbüren und auch für den Laden selbst auszudiskutieren. Wir bleiben bei unserem Statement: Wenn Ibbenbüren das Siegel erhält, dann müssen die lokalen Unternehmen, Geschäfte und Lokale an erster Stelle stehen, es muss zu ihrem Nutzen erworben werden. Denn nur über Geschäfte, die an einem guten sozialen, ökologischen und nachhaltigen Zusammenhalt in Ibbenbüren interessiert sind, kann das von uns angestrebte Umdenken der Menschen zu einem bewussteren Konsum erreicht werden. Es geht nicht, dass sich große Unternehmen, Geschäftsketten, die übrigens teils nicht mal in Deutschland ihre Angestellten würdig bezahlen, sich nicht in unsere Liste einmogeln ohne unsere tatsächlichen Ziele zu teilen. Es geht uns um die Nähe der Unternehmen zum Bürger, nur so kann Transparenz beim Konsum durchgesetzt werden. Diese Nähe repräsentieren viele große Unternehmen nicht, sie hebeln teils auch den Gedanken des fairen Handels aus, wenn sie mit günstigeren “Fairtrade”-Siegel-Produkten die kleinen Geschäfte wie den Eine-Welt-Laden existentiell bedrohen. Diese großen Unternehmen ziehen Profit aus Fairtrade-Produkten. Sinn und Zweck des fairen Handels ist jedoch das menschenwürdige Leben, die menschenwürdig bezahlte Arbeit der vielen kleinen Bauern und Landwirte in den Entwicklungsländern. Der Eine-Welt-Laden verkörpert dieses Ziel wie kein zweites Geschäft. Vertrauen in das Siegel kann es nur geben, wenn man sich auch auf das  Unternehmen verlassen kann, das solche Produkte hier in Ibbenbüren vertreibt. Was liegt da näher als unsere lokalen Geschäfte?