2 ½ Stunden Leidenschaft in allen Bereichen

20. August 2013 von Kai Brandebusemeyer

Ingrid Arndt-Brauer (MdB) diskutierte mit Jusos

Saerbeck. Fast kein politisches Thema wurde ausgelassen, als Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer am Donnerstag in Saerbeck mit Jusos aus dem Kreis Steinfurt diskutierte. Arndt-Brauer erklärte zunächst ihr Abstimmungsverhalten zu den Griechenlandpaketen und kritisierte vor allem die zu harten und kontraproduktiven Bedingungen, die der griechischen Wirtschaft weiter zugesetzt hätten. „In ganz Europa laufen heute die falschen Dinge“, kritisiert sie. Das Thema Geld blieb über den ganzen Abend dominant, vor allem als es um die stark beanspruchten Staatsfinanzen ging. Arndt-Brauer verteidigte die moderaten Steuererhöhungen für Besserverdienende, die im SPD-Wahlprogramm vorgesehen sind. Um mehr Geld für marode Schulen und bröckelnde Straßen und Brücken zu haben, aber auch um die Verschuldung einzudämmen, seien diese unumgänglich. „Wir dürfen nicht dauernd unseren Kindern die Schulden zurücklassen“, so die Bundestagsabgeordnete. Deswegen sollen für zusätzliches Geld auch Steueroasen trocken gelegt werden und Schlupflöcher in den Gesetzten gestopft werden. „Wir müssen verhindern, dass die, die viel Geld haben, sich arm rechnen“, bekräftigt Arndt-Brauer. Auch umweltschädliche Subventionen und Förderung von energieintensiven Unternehmen, die gar nicht im globalen Wettbewerb stehen, sähe sie gerne gestrichen. Und so wurden auch die Themen Rente, Bürgerversicherung und Kommunalfinanzen stets unter dem Eindruck knapper Kassen debattiert. „Viele Menschen haben im Alter ein hohes Armutsrisiko“, warnt die Abgeordnete. Am Ende blickten alle Teilnehmer auf intensive und mit Leidenschaft geführte Debatten zurück.